Wohnkonzepte, die erschwinglich sind

In den Metropolen wie Berlin, München oder Leipzig und Stuttgart wird die Wohnungssuche zu einer Herausforderung, die nicht selten mehrere Jahre andauert. Besichtigungen mit mehr als 100 Bewerbern sind längst keine Seltenheit mehr.

Wer die gewünschte Wohnung ergattert, muss sich im Endeffekt auf horrende Mietzahlungen einstellen und heute immer häufiger 50 % seines Einkommens für Wohnen einrechnen. Auch der Wunsch vom Eigenheim ist trotz Niedrigzins keinesfalls günstig realisierbar. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren rasant gestiegen, sodass von einem fairen Verhältnis aus Kaufpreis und Realwert der Immobilie keine Rede sein kann. Erst recht grenzt ein Hauskauf ohne Eigenkapital bei den heutigen Preisen an Selbstmord. Wenn man denn eine Bank findet, die dies finanzieren würde.

Die Alternativen werden immer interessanter

Immer mehr Menschen denken über Alternativen zum Leben in der Stadt nach. Dauercamping oder der Umzug in ein Tiny House sind längst nicht mehr nur ein Traum von Aussteigern. Kann man dem Kostenwucher vom Leben in der Stadt so entgehen und wie lässt sich zum Beispiel ein Leben auf dem Campingplatz mit dem Business verbinden?

Wer sich für Alternativen interessiert, stößt im Internet auf ein reichhaltiges Portfolio an Möglichkeiten. Interessensgruppen auf genossenschaftlichen Bauernhöfen, ein Leben als Selbstversorger, der dauerhafte Wohnsitz auf einem Campingplatz oder eine Auswanderung stoßen bei immer mehr Deutschen auf offene Ohren und Begeisterung. Sie haben die Chance, wenn Sie Ihre Neuorientierung optimal planen und sich für ein Konzept entscheiden, dass zu Ihrem Anspruch und Ihrem Business, zu Ihrem Lebensgefühl und Ihrer Vorstellung von Freiheit passt.

Alternative Wohnkonzepte – Freiheit vs. Leben und Arbeiten für den Eigentümer

Kann man in Deutschland dauerhaft auf einem Campingplatz wohnen? Aktuell besteht diese Möglichkeit und zeigt sich als gute Alternative, um den überfüllten

Metropolen und unverhältnismäßigen Mietforderungen zu entgehen. Die Politik diskutiert bereits seit Jahren darüber, ob eine Meldeadresse auf dem Campingplatz den Vorschriften laut Meldegesetz entspricht und viele Dauercamper bangen, dass es zu einem gegenteiligen Entscheid kommt. Ist Ihnen die Freiheit wichtiger als eine großzügig geschnittene Wohnung im Zentrum einer Metropole? Dann sind ein Wohnwagen mit winterfestem Vorzelt, aber auch ein Mini-Haus eine Überlegung wert. Die Reduzierung – weniger Besitz ist mehr – kann Ihr Glücksgefühl nachhaltig steigern und Ihren Blick für die wirklich wichtigen Dinge im Leben schärfen. Es gibt zahlreiche Studien und Umfragen, die diese These bestätigen und zeigen, dass das Glück nicht von der Menge der Besitztümer abhängig ist. Hand aufs Herz: im Durchschnitt besitzt jeder Deutsche 10.000 Dinge. Wie viele dieser Besitztümer benötigen Sie wirklich und wie viele Dinge haben Sie in den letzten 6 Monaten nicht einmal gesehen?

Minimalismus ist auf dem Vormarsch

Der minimalistische Grundgedanke wird Sie befreien und Ihnen zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Schon der Verkauf nicht mehr genutzter Kleidung oder in Schubladen schlummernden Smartphones wird Ihnen ein Glücksgefühl bescheren.

Auf das Wesentliche kommt es an

Um ein alternatives Wohnkonzept zu leben, müssen Sie sich auf das Wesentliche beschränken. Sie werden erstaunt sein, wie problemlos Sie aus einer einzigen Reisetasche leben und wie wenig Sie wirklich benötigen. Ihre neue Orientierung setzt ein Statement. Sie sprechen sich offen gegen die nicht mehr vertretbaren Mietpreise aus und müssen keine halbe Million Euro investieren, um in Ihren eigenen vier Wänden zu leben. Sicherlich, ein Wohnwagen oder ein Tiny Haus bieten nicht den Platz wie die großflächige Eigentumswohnung. Dafür tauschen Sie die Hektik und den ständigen Lärm in der Stadt gegen ein idyllisches Fleckchen Erde, das Ihnen früh am Morgen schon gute Laune beschert. Früher stand Dauercamping im direkten Zusammenhang mit Armut und der Problematik, sich keine Wohnung leisten zu können. Heute zieht sich das Interesse am günstigen und minimalistischen Wohnen durch alle Gesellschaftsschichten. Und wenn Sie ehrlich sind: 40.000 Euro für ein Tiny House oder 25.000 Euro für einen Wohnwagen sind finanzierbar. Anstelle einer monatlichen horrenden Forderung des Eigentümers zahlen Sie eine geringe Stellplatzmiete an einem Ort, den Sie sich selbst aussuchen und der perfekt zu Ihrem Lebenskonzept passt.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, autark zu leben und sich aus einigen Zwängen des Systems zu lösen. Der Verzicht auf Horrormieten und Investitionen in überteuerte Immobilien ist ein Beispiel, dem immer mehr Menschen folgen. Sie werden erstaunt sein, wie leicht Sie sich mit einem Mal fühlen und wie schnell die täglichen finanziellen Sorgen der puren Entspannung und einem fröhlichen Gesichtsausdruck weichen.

Wer das Konzept des Minimalismus verinnerlicht hat, wird aber auch in seinem ganz normalen Leben als Mieter sein Glück aus vielen Quellen nur nicht den Materiellen ziehen. Man muss nicht gleich zum Frugalisten werden und sparen was geht. Aber die Erkenntnis, dass Bewegung in der freien Natur, Freunde und Familie viel mehr zum persönlichen Glück beitragen als ein größeres Auto setzt sich immer mehr durch. Der Ausstieg aus dem Konsum, also dem wir kaufen uns etwas um damit vor Leuten, die wir eh nicht mögen, anzugeben, ist wahrhaft befreiend.

Fazit

Heute hat man trotz steigender Miet- und Kaufpreise mehr Möglichkeiten denn je. Noch nie gab es so viel Wohlstand wie aktuell. Allerdings muss man hierfür selbst aktiv werden.